CRM

Welche CRM-Software ist für kleine Unternehmen sinnvoll?

Wann ein CRM-System hilft – und wie Sie das passende finden.

4 Min. Lesezeit
Northcode · Nordwestdeutschland

CRM steht für Customer Relationship Management – also die Verwaltung von Kundenbeziehungen. Klingt nach etwas für große Unternehmen. Ist es aber nicht. Auch für kleine Betriebe kann ein CRM-System den Unterschied machen: zwischen Kunden, die regelmäßig wiederkommen, und solchen, die nach dem ersten Auftrag nie wieder von Ihnen hören. Zwischen Verkaufschancen, die systematisch verfolgt werden, und solchen, die im E-Mail-Postfach verschwinden. Dieser Artikel erklärt, wann ein CRM sinnvoll ist, welche Systeme sich für kleine Unternehmen eignen und worauf man achten sollte.

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Wann braucht man ein CRM-System?

Sie brauchen kein CRM, wenn Sie 10 Kunden haben, die Sie persönlich kennen und regelmäßig besuchen. Sie brauchen ein CRM, wenn: Sie mehr als 50 aktive Kundenkontakte haben, die regelmäßig betreut werden sollen. Wichtige Informationen über Kunden in verschiedenen Köpfen, E-Mail-Postfächern oder Excel-Tabellen verteilt sind. Sie Angebote und offene Verkaufsgespräche nicht systematisch verfolgen. Kundenanfragen manchmal verloren gehen oder zu spät beantwortet werden. Mitarbeiter keine Übersicht über den Status laufender Projekte oder Gespräche haben.

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Welche Systeme sich für kleine Unternehmen eignen

HubSpot CRM: Kostenlose Basisversion mit sehr gutem Funktionsumfang. Für kleinere Betriebe oft ausreichend. Skaliert gut, wenn das Unternehmen wächst. Pipedrive: Fokussiert auf Verkaufsprozesse, einfach zu bedienen, besonders geeignet für Betriebe, die aktiv Angebote verfolgen. Ab ca. 15 Euro pro Nutzer monatlich. Zoho CRM: Umfangreich und günstig, aber komplexer in der Einrichtung. Geeignet für Betriebe mit spezifischen Anforderungen. Salesforce Essentials: Für Betriebe, die langfristig eine skalierbare Lösung wollen und Budget mitbringen. Ab ca. 25 Euro pro Nutzer monatlich.

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Typische Fehler bei der CRM-Einführung

Das größte Problem bei CRM-Einführungen in kleinen Unternehmen: Das System wird eingerichtet, aber niemand nutzt es konsequent. Nach drei Monaten ist der Datenstand veraltet, und das CRM wird aufgegeben. Ursache: Das System wurde zu komplex eingerichtet oder die Mitarbeiter verstehen nicht, welchen Nutzen es für sie persönlich hat. Ein zweiter häufiger Fehler: das teuerste System zu kaufen, das am meisten Funktionen hat. Für einen Zwei-Mann-Betrieb ist Salesforce Enterprise überdimensioniert und kostet mehr als es bringt.

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Ein Beispiel aus der Praxis

Ein Berater aus Oldenburg verwaltete seine Kontakte in einer Excel-Datei. Gelegentlich vergaß er, nach einem ersten Gespräch nachzufassen – und verlor so potenzielle Aufträge. Nach der Einführung von HubSpot (kostenlose Version) richtete er eine einfache Pipeline ein: Erstgespräch → Angebot gesendet → Auftrag gewonnen/verloren. Durch automatische Erinnerungen wurde sichergestellt, dass offene Angebote nach fünf Tagen ohne Rückmeldung nachgefasst wurden. Im ersten Jahr schloss er nach eigener Aussage drei bis vier zusätzliche Aufträge ab, die er ohne das System verloren hätte.

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Für Unternehmen in der Region

In Nordwestdeutschland gibt es viele inhabergeführte Betriebe, die stark über persönliche Empfehlungen wachsen. Für diese Unternehmen ist ein CRM nicht primär ein Verkaufstool – sondern ein Instrument, um Beziehungen zu bestehenden Kunden aktiv zu pflegen. Wer nach einem Projektabschluss im richtigen Moment nachfragt, wie es läuft, gewinnt Folgeaufträge und Empfehlungen. Ein CRM hilft dabei, den richtigen Zeitpunkt nicht zu verpassen.

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